Was ein Onlineshop 2026 kostet
Ein Onlineshop kann ohne Fixkosten starten: Plattformen mit Provision verrechnen nur auf Verkäufen. Das echte Budget liegt anderswo — rund 3 % Zahlungsgebühren pro Transaktion, 10 bis 20 CHF Domain pro Jahr, und vor allem die Zeit für Fotos und Kundengewinnung.
Welche Kostenposten hat ein Onlineshop?
Fünf Posten, und nur einer steht auf der Preisseite eines Werkzeugs. Zuerst die Plattform: entweder ein Monatsabo oder eine Provision auf Verkäufen. Dann die Domain, am Anfang optional. Die Zahlungsgebühren, bei jeder Transaktion fällig und in Rechnungen meist vergessen. Die Bilder, die Zeit oder Geld kosten. Und die Kundengewinnung, also was du ausgibst, um Besucher zu bringen.
Die Rangfolge überrascht Einsteiger: am Anfang sind die ersten beiden Posten vernachlässigbar und die letzten beiden machen das ganze Budget aus. Man vergleicht wochenlang Abos und stellt dann fest, dass die echten Kosten die Zeit fürs Fotografieren und Schreiben sind.
Ein sechster Posten steht auf keiner Rechnung und wiegt schwerer als die fünf anderen: die Einrichtungszeit. Zwei Wochenenden Themesuche sind zwei Wochenenden, an denen der Shop nichts verkauft.
- Plattform: Monatsabo oder Provision auf Verkäufen.
- Domain: Grössenordnung 10 bis 20 CHF pro Jahr, am Anfang optional.
- Zahlungsgebühren: rund 3 % des Betrags plus eine fixe Gebühr pro Transaktion.
- Bilder: gratis mit dem Handy, einige hundert Franken mit Fotografin.
- Kundengewinnung: freies Budget, erst wenn die Seite überzeugt.
- Zeit: der teuerste Posten, und der einzige, den keine Preisliste zeigt.
Abo oder Provision — was ist günstiger?
Das hängt ganz von deinem Volumen ab, und der Kipppunkt lässt sich leicht ausrechnen. Ein Abo ist ein Fixkostenblock: er fällt jeden Monat an, auch in Monaten ohne Verkauf. Eine Provision ist variabel: sie löst nur beim Verkauf aus.
Unter dem Kipppunkt zahlst du beim Abo fürs Warten. Darüber wird es zur günstigeren Option, weil der Betrag nicht mehr mitwächst. Die Rechnung ist eine Division: Monatsabo geteilt durch den Provisionssatz der anderen Option ergibt den Monatsumsatz, ab dem das Abo wieder interessant ist.
Für ein saisonales Handwerk — Sommermärkte, Weihnachtsgeschäft — fällt die Abwägung deutlich aus: vier schwache Monate mit Abo kosten vier Monatsabos, vier schwache Monate mit Provision kosten null.
Mopsee steht in keiner der beiden Spalten: Erstellen und Veröffentlichen kosten nichts, ohne Abo, ohne Kreditkarte, und ohne Provision auf Verkäufen. Nur die Gebühren des Zahlungsdienstleisters bleiben zu deinen Lasten, wie bei jedem Onlineshop.
Was kosten Zahlungsgebühren wirklich?
Das ist der Posten, den fast niemand in seine Marge einrechnet, und er ist strukturell überall gleich: ein Prozentsatz des kassierten Betrags plus eine fixe Gebühr pro Transaktion. Rechne mit rund 3 % plus einigen Rappen für eine europäische Karte — die genaue Liste hängt von Dienstleister, Kartenland und Zahlungsmittel ab und steht auf dessen Preisseite.
Der fixe Anteil tut bei kleinen Warenkörben weh. Bei einem Verkauf zu 15 Franken wiegt eine Fixgebühr von 30 Rappen 2 % mehr als bei einem Verkauf zu 150 Franken. Das ist ein konkretes Argument für Sets, Mindestbestellwerte oder eine etwas höhere Preisklasse.
Zwei Präzisierungen: Diese Gebühren gehen an den Zahlungsdienstleister, nicht an die Plattform — sie kommen zu deren allfälliger Provision hinzu. Und eine Rückerstattung gibt sie dir in der Regel nicht zurück: eine Retoure kostet also mehr als den erstatteten Betrag.
Mit wie viel solltest du rechnen?
Zwei Szenarien decken die grosse Mehrheit ab. Das der Anfängerin: einige Verkäufe im Monat, ein frisch eröffneter Shop, kein Werbebudget. Das des Wachstums: mehrere Dutzend Verkäufe im Monat, ein etabliertes Sortiment, etwas bezahlte Reichweite.
Die Tabelle nennt monatliche Grössenordnungen, ohne die Herstellkosten dessen, was du verkaufst. Die Zahlungsgebühren stehen als Prozentsatz des Umsatzes, weil sie sich so verhalten.
Zu lesen ist in dieser Tabelle nicht die unterste Zeile, sondern die Verschiebung des Gewichts von einer Spalte zur anderen. Am Anfang ist fast das ganze Budget Zeit. Im Wachstum wird die Kundengewinnung zum grössten Posten — und das ist das Zeichen, dass das Geschäft funktioniert.
| Posten | Anfang (0 bis 5 Verkäufe/Monat) | Wachstum (30 bis 50 Verkäufe/Monat) |
|---|---|---|
| Plattform mit Provision | 0 CHF fix, Provision auf Verkäufen | 0 CHF fix, Provision auf Verkäufen |
| Plattform mit Abo | Einstiegsstufe, auch ohne Verkauf fällig | Einstiegsstufe plus ergänzte Apps |
| Domain | 0 (Adresse gestellt) oder ~1 CHF/Monat | ~1 CHF/Monat |
| Zahlungsgebühren | ~3 % vom Umsatz + Fixgebühr pro Transaktion | ~3 % vom Umsatz + Fixgebühr pro Transaktion |
| Fotos | 0 mit dem Handy | 0 bis einige hundert Franken pro Serie |
| Werbung | 0 — zu früh | Der grösste Budgetposten |
| Zeit | Der Hauptposten | Verschiebt sich zu Produktion und Kundendienst |
Woran solltest du nicht sparen?
An den Fotos. Sie verkaufen, besonders bei handgemachten Objekten: die Kundschaft kann weder anfassen noch anprobieren, das Bild ist alles, was sie hat. Ein aktuelles Handy am Fenster leistet ordentliche Arbeit; ein unruhiger Hintergrund und Gegenlicht töten ein gelungenes Stück.
Auch nicht an der Beschreibung. Eine Seite ohne Masse, ohne Material, ohne Lieferfrist erzeugt Fragen statt Bestellungen — und sie ist unlesbar für Suchmaschinen wie für die Assistenten, die heute Produkte empfehlen.
Sparen kannst du dagegen ohne Reue an allem, was sich noch nicht bewiesen hat: die vor dem ersten Verkauf gekaufte Domain, das Logo vom Grafiker, bevor der Name feststeht, das Premium-Theme, die Automatisierungs-App für drei Bestellungen pro Woche, und Werbung auf einer Seite, die noch nicht überzeugt.
- Behalten: ordentliche Fotos, vollständige Beschreibungen, sichtbare Lieferfrist.
- Aufschieben: gekaufte Domain, bezahltes Logo, Premium-Theme, Apps.
- Werbung erst, nachdem von Hand gebrachte Besucher gekauft haben.
- Das Gewicht der fixen Zahlungsgebühr auf kleinen Warenkörben im Auge behalten.
Questions fréquentes
Kann man einen Onlineshop gratis eröffnen?
Ja, wenn die Plattform weder Abo noch Provision verrechnet. Das ist bei Mopsee der Fall: Erstellen und Veröffentlichen kosten nichts, kein Abo, keine Kreditkarte bei der Anmeldung, keine Provision auf Verkäufen. Bleiben die Gebühren des Zahlungsdienstleisters, die nur bei einem Verkauf anfallen.
Wie hoch sind Onlinezahlungsgebühren?
Grössenordnung 3 % des Betrags plus eine fixe Gebühr pro Transaktion für eine europäische Karte, mit Abweichungen je nach Kartenland und Zahlungsmittel. Diese Gebühren gehen an den Zahlungsdienstleister, nicht an die Plattform. Die genaue Liste steht auf dessen Preisseite.
Was kostet eine Domain 2026?
Grössenordnung 10 bis 20 CHF pro Jahr für eine gängige Endung wie .ch oder .com, ohne Aktionen im ersten Jahr. Eilig ist der Kauf nicht: ein Mopsee-Shop erhält bei der Erstellung eine Adresse in der Form deinatelier.mopsee.com, sofort teilbar.
Ab welchem Volumen lohnt sich ein Abo mehr als eine Provision?
Teile das Monatsabo durch den Provisionssatz der anderen Option: das ergibt den Monatsumsatz, ab dem das Abo günstiger ist. Darunter, und bei jeder saisonalen Tätigkeit, bleibt die Provision günstiger, weil sie in Monaten ohne Verkauf nichts verrechnet.
Braucht es zum Start ein Werbebudget?
Nein, und es zu früh auszugeben ist der teuerste Fehler. Solange eine Seite die von Hand gebrachten Besucher nicht überzeugt, kauft Werbung nur schneller denselben Misserfolg. Die ersten Kundinnen kommen aus deinem Umfeld und von dort, wo deine Arbeit schon sichtbar ist.
Was ist die versteckte Kostenfalle eines Onlineshops?
Die Einrichtungszeit, und sie steht auf keiner Rechnung. Theme wählen, Produktseiten schreiben, Fotos vorbereiten: dort stranden die meisten Projekte. Genau deshalb ändert ein aus einem Foto erzeugter Shop die Rechnung — er greift den einzigen Posten an, den Preislisten nie zeigen.